Notizen

Die Form der «Notizen» ist aus dem Tagebuch-Schreiben entstanden, das ich während zeitlich begrenzter Phasen verschiedentlich betrieben habe. Während aber Tagebücher gegen innen reden, reden «Notizen» gegen aussen. Wobei «gegen aussen» nicht bedeutet, dass sie an ein Du gerichtet sind und als Diskussionsbeiträge verstanden sein wollen.

Für mich sind Tagebücher und «Notizen» gleichermassen Selbstverständigungen. Aber wenn die Tagebücher meine Existenz immer wieder als die eines schreibenden Tiers widerspiegeln, zeigen die «Notizen» so gut ich es vermag meine Selbstverständigung als eines zum «citoyen» zivilisierten Lebewesens – das allerdings bloss anthropozentrischer Wahn als «Mensch» bezeichnet. Dabei weiss jedes Kind, dass der «Mensch» keine Tatsache ist, sondern eine Utopie. (Vermutlich bedeutet «Erziehung» ja vor allem, Kinder dazu zu bringen, dies zu vergessen.)

Für die Textsorte der «Notizen», wie ich sie verstehe, waren in formaler Hinsicht entsprechende Leseerfahrungen wichtig: schon früh die «Sudelhefte» von Mani Matter, später  «Die Notizen» von Ludwig Hohl, die beiden Tagebücher von Max Frisch oder «Minima moralia» von Theodor W. Adorno.

Die Öffentlichkeitsfiktion, die diese Homepage bedeutet, ist für meine «Notizen» das gegebene Endlager.

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Anfang Juni 2017 erschienen:  Flückiger / Krethlow / Tobler [Hrsg.]: Bern 70 (Edition Atelier) 2017. Darin: Literatur aus der Enge. Zur Berner Literaturszene der 1970er Jahre.