Über Literaturkritik. Ein Brief an Beat Sterchi

Bangerten, 12. Dezember 1984

Beat

Patrik [Landolt, Kollege auf der WoZ-Redaktion in Zürich, fl.] hat mir Deinen Brief in das kleine Landschulhaus von Bangerten nachgeschickt, wo ich mich als Gast eines befreundeten Lehrerehepaars seit anderthalb Wochen zu erholen versuche. Tatsache ist, dass ich nun die dritte Woche krankgeschrieben bin, ohne dass mein Arzt das, was mich arbeitsunfähig macht, an einem Organ, einem körperlichen Gebrechen hätte festmachen können. Tatsache ist also, dass mich – genauer kann ich es zur Zeit nicht sagen – die Gesamtheit meiner Lebensumstände in den letzten Jahren derart überfordert hat, dass ich seit Mitte Jahr mit zunehmenden gesundheitlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, die sich im Herbst derart entwickelten, dass ich meinen Arzt aufsuchte, um mich gründlich untersuchen zu lassen.

Zweifellos hat mein Zustand viele Gründe; zweifellos ist einer davon meine berufliche Funktion, die ich nun seit mehr als zwei Jahren glaubte ausüben zu müssen; zweifellos gehört zu den Hauptbelastungen dieser Funktion der Meinungsjournalismus, den ich im Kulturteil der WoZ zu betreuen und zu betreiben begann, indem ich mich fortlaufend in den Bereich der Schweizer Literatur einzuarbeiten versuchte, so gut es ging und diesen Bereich in der Zeitung darstellte, so wie ich es verstand (eigentlich ist die Formulierung ungenau, aber obschon wir als Gruppe in diesem Bereich arbeiteten, fühlte ich mich verantwortlich).

Zur Zeit versuche ich nichts anderes, als so ehrlich wie möglich über meine Situation nachzudenken (die Summe aller Selbstbetrügereien bleibt sich gleich). Deshalb kann in diesem Brief von nichts anderem die Rede sein als von mir selbst (das Ganze als Antwort auf Deinen Wunsch, dass mich Dein Brief «bei guter Laune» erreichen möge). Dabei meine ich nicht, dass meine Migräneanfälle, mein Kreislauf- und Herzgehopper, meine ganzen physischen und psychischen Verkrampfungen ausschliesslich mit meinem Kulturjournalismus zu tun hätten. Meine Situation als Sichverantwortlichfühlender für die Berichterstattung über Schweizer Literatur ist nur ein Teil meiner Situation als Redaktor auf der WoZ und sagt nichts über meine Situation in Zürich aus, nichts darüber, wo überall sich Gräben und Risse aufgetan haben; nichts darüber, warum ich nun exemplarisch abgestürzt bin (mich abstürzen liess? von mir abgestürzt wurde?). Ich sitze in Bangerten, vor dem Fenster eine vernebelte Hoschtet mit kahlen Apfelbäumen (das war gestern Nachmittag, heute beim Reinschreiben ist es nicht anders) und denke über jene Rolle nach, in der auch Du mich kennengelernt hast.

Als ich damals anfing, mich schwerpunktmässig mit Schweizer Literatur auseinanderzusetzen – weil mir der Res [Strehle, fl.] einmal beim Bier ein «inhaltliches Kompetenzdefizit» attestiert hatte –, ging ich davon aus: In der Schweiz gibt es keine ernstzunehmende Literaturkritik für den Bereich der aktuellen Literaturproduktion; die WoZ ist dank ihrer relativen Unabhängigkeit ein gutes Medium, um an einer Kultur dieser Kritik zu arbeiten. Ich war (und bin nach wie vor) der Meinung, dass das Feuilleton der grossen Tageszeitungen keinen anderen Zugang zur Literatur hat als den über den Warencharakter des Buches (natürlich ist er ein Aspekt des Buches, also auch des Inhalts des Buches) und sich demnach darin erschöpft, zustimmende oder ablehnende PR-Artikel für neue Produkte des Büchermarktes, Einzelbesprechungen im Sinn von (dümmlichen) Konsumententipps zu publizieren. In einer Diskussion über das Verhältnis von Literatur und Kritik («Bücherpick», 4/1984) sagt Aurel Schmidt, Literaturkritik habe zwei Aufgaben: «Informationspflicht – und das Formulieren eines Urteils. Das erleben wir alle immer wieder, dass die Leute am Schluss kommen und fragen: Soll ich das Buch jetzt lesen oder nicht?» Folgerichtig sagt er weiter unten: «Als Kritiker bin ich Leser und bin eigentlich davon weggekommen, so gescheite Rezensionen zu schreiben. Ich versuche vielmehr zu sagen, was das Buch ausgelöst hat, wie ich damit umgegangen bin. Ich habe auch schon einmal geschrieben, wie während der Lektüre die Zeit verflossen ist.» Damit umschreibt Schmidt, wie ich finde, treffend den Zustand der «Literaturkritik» in diesem Land: Der Kritiker macht sich zum Schmalspurliteraten, der über ein einziges Thema schreibt: über sich selber, bücherlesend (viele Literaturproduzierende schreiben übrigens über nichts anderes als über sich selber, Bücher gelesen habend. Der Unterschied ist minim).

Wenn ich mich frage, was Literaturkritik für mich sein müsste, dann kommen mir Robert Schumanns Musikkritiken in den Sinn, die ich während meines Musikstudiums oberflächlich kennengelernt habe. Konkret erinnere ich mich nur eines einzigen Umstandes: Schumann zog innerhalb seiner Kritiken Notenlinien, zitierte wörtlich aus den besprochenen Werken und wies so nach, was er als Kritiker nachgewiesen haben wollte. Er ging vom Text (Musik ist ja, insofern sie ein Fänomen des Denkens ist, Text und nicht Klang oder gar Gefühl) aus und nicht davon, was die Musik in ihm möglicherweise ausgelöst hatte. Fragt sich, was an aktueller Literatur nachzuweisen ist, wenn ich sie wörtlich zitiere (und diese Zitate nicht nur als Zeilenfüller und Stimmungsmache für oder gegen die Ware Buch bringe). Sicher ist zwar, dass Texte nicht auf Regeln zurückgeführt werden können, höchstens auf werkimmanente: in dem Grad, in dem sich ein Autor nicht an die Regeln hält, die er sich für eine bestimmte Arbeit selber gegeben hat, ist seine Arbeit angreifbar. Das haben die meisten hiesigen SchreiberInnen begriffen, darum klafft allzu oft zwischen den Inhältchen und dem pyramidalen kunsthandwerklichen Aufwand für die Form eine Schere bis zur unfreiwilligen Komik (zu sagen haben sie nichts, aber dies sagen sie brillant).

Für jede ernstzunehmende Kritik ist aber der Ausgangspunkt die Frage, was steht (klingt) da wirklich – Wort für Wort (Ton für Ton) –, was bedeutet das Zitat innerhalb des Werks und im Zusammenhang, in den es durch die Veröffentlichung gestellt worden ist. Es ist mir zunehmend wurst, ob ein Text «gut» oder «schlecht» ist; immer wichtiger wird für mich die Frage: Was bedeutet er? Was meint er zu bedeuten, was bedeutet er «wirklich»? Bedeutet er überhaupt etwas? Wofür/wogegen ist die Bedeutung ein Zeichen? usw. In dieser Richtung interessiert mich Literaturkritik nach wie vor (ich verweise auf den «Fenstersteher»-Text, von dem man sich zwar schnell einig war, dass er gescheitert ist – deshalb erschien in der Zeitung nur die Hälfte der ursprünglichen Fassung und scheiterte deshalb erst recht –, für mich aber einer der wichtigsten war, weil er mir ermöglichte, einen Aspekt darzustellen, der sich quer zu den Texten immer wieder findet und der etwas über die Perspektive jener aussagt, die diese Texte verfasst haben: demnach Kritik als Spiegel, in dem die vermutete Produktionssituation der Literaturproduzierenden aufscheint, soweit und wie sie sich an den veröffentlichten Texten ablesen lässt. Wegen dieser meiner Utopie von Literaturkritik – kritisierend Erkenntnisse zu schaffen (und sie journalistisch einigermassen lesbar zu vermitteln), die auch der Literaturproduktion wieder dienlich sein können – hat mich deshalb die «Realismusdebatte» interessiert. Diese Richtung stimmte für mich.

Freilich, was in meiner Utopie ein «herrschaftsfreier Dialog» um Erkenntnis war, war eben in Wirklichkeit keiner. Genau aus diesem Grund war – so beurteile ich es heute – Franz Böni gegen mich im Recht: Ich war eben nicht der «herrschaftsfreie» Diskussionspartner, den ich gern gewesen wäre; ich übte Macht aus (über Böni, über andere), so wie ich permanent – gegen innen und gegen aussen – meine Macht-Position zu verteidigen hatte. Ich widerlegte meine Utopie selber, indem ich das Paradox zwischen ihr und meiner Funktion nicht lösen konnte.

Vieles, was mir vorschwebte, betrachte ich deshalb zur Zeit als gescheitert: In der Zeitung über Literatur reden, wird (hier und heute?) offensichtlich nicht so sehr zur Diskussion, als vielmehr zur parteilichen Interessenvertretung, zum taktischen Palaver (vgl. auch die laufende Theaterdiskussion). Ich wollte – so die Utopie – nicht Interessen vertreten, ich wollte nicht «recht» haben, ich wollte streiten, weil mir der inhaltliche Diskurs über Literatur als die kulturelle Leistung der Kritik erschien (die Angreifbarkeit meiner Person – z. B. in Leserbriefen – empfand ich deshalb im besten Fall nicht als Zeugnis meiner Unfähigkeit, sondern als Methode; eine Methode allerdings, für die in mir die emotionalen Ausgleichsmechanismen zu wenig vorhanden waren: So gesehen war ich der falsche Mann für meine Ideen).

Natürlich gibt es auch andere Aspekte, die das Scheitern meiner Utopie von Literaturkritik teilweise erklären: es fragt sich nämlich, wer überhaupt eine solche Kritik möchte. Genauer, ob jene, die Literatur produzieren, ein Interesse an einer solchen Kritik hätten. Die Frage ist natürlich rhetorisch: Die grosse Mehrheit von ihnen hat keines. Ich vermute heute, dass grosso modo der Unfähigkeit zu einer ernstnehmenden Literaturkritik in diesem Land eine Unfähigkeit zur Selbstreflexion der Literaturproduzierenden gegenübersteht. «SchriftstellerInnen» sind in diesem Land – dies ist für mich eine ernüchternde Erkenntnis – nur in wenigen Fällen Intellektuelle, d.h. Leute, die schreiben und streiten aus Lust am Denken – auch gegen ihre eigenen Interessen. Sie sind zu einem grossen Teil brave KunsthandwerkerInnen, die mit einem sympathischen Anflug von Dilettantismus in Heimarbeit an ihren Texten basteln, kleben und biegen, sich keine Rechenschaft abgeben darüber, was sie eigentlich tun (es müsse etwas mit dem Musenkuss zu tun haben, vermuten sie in hellen Augenblicken), weshalb sie sich durch ihr Tun dispensiert fühlen vom Streit um die Sprache (der politische Kampf findet ja auch in der Sprache statt: um jeden Begriff), der sie in dem, was sie tun von Stunde zu Stunde, von Augenblick zu Augenblick zutiefst verunsichern müsste. Sie schnipseln ihre schmalbrüstigen Manuskripte auf die gewünschte Normlänge, schurpfen und lismen, bis der Lektor mit dem Aufsätzchen zufrieden ist, und wenn er seinen Segen gegeben hat, dann muss der Musterschüler helvetischer Aufsatzkunst nur noch so und so viele Nächte schlafen, bis das Buch da ist, bis er von Beizensaal zu Kirchgemeindesaal tingeln und vor einem Grüppchen pensionierter Kunstbeflissener zeigen darf, wie gut er seine Arbeit vorlesen kann; ganz so, wie weiland als Unterschüler am Tag der offenen Schulhaustür vor dem Landfrauenverein. Dann gibt es unter diesen marktlückenbewussten Kleingewerblern noch die bauernschlauen, die das einzige, was sie je erlebt haben, das narzisstische Universum ihres Schreibstübchens, als ihre ureigenste literarische Stärke ausgeben: «Ich glaube, dass ich sehr viel Theoriematerial in literarische Primärbewegung umsetze und dass das zum Teil auf Ratlosigkeit stösst.» So laferte der Daniel Walter – den ich mir nach seinem markerschütternden Erstling nicht anders denn als knapp ausserhalb der deutschen Sprache heillos salbadernder Gymnasiast vorstellen kann – im schon erwähnten Gespräch mit «Bücherpick» (er vertrat übrigens als einziger die Gilde der «Schriftsteller»).

Aber, mein lieber Daniel Walter, was erwartet man denn von den ersten Kritiken zum ersten Buch (Achtung: Man erwartet «Kritiken», nicht «Kritik»)? «Man freut sich, man fühlt sich in dem, was man tut, bestätigt – wissend, dass man sich aussetzt.» Abkürzend, d.h. wissend um die Verkürzung dieser meiner literaturkritischen Primärbewegung: Walter erwartet das Sächsi (oder doch das Füfehalbi) im Zeugnis; unfähig, die eigene Arbeit einzuschätzen. wie weiland beim Aufsätzli in der Unterstufe.

Müsste aber die Fähigkeit zur Reflexion bei einem Schriftsteller nicht mindestens soweit gehen, dass er weiss, warum er seinen Text gemacht hat, warum er ihn – bis zur Wortwahl (vgl. Schumann) – so und nicht anders gemacht hat; dass er weiss, was er mit dem Text wem sagen wollte/will (zu sagen: «Ich bin Schriftsteller, darum schreibt es mir halt Bücher» hat in seiner objektiven Dummheit nicht das Fällen von Bäumen gerechtfertigt)? Ein Schriftsteller kann doch nicht in lechzender Ichlosigkeit nach der öffentlichen Meinung giggern, wenn sein Buch schon längst gedruckt ist; er muss doch schon lange vorher wissen, dass sein abgeschlossener Text nötig und nur so, wie er jetzt vorliegt möglich, weil subjektiv richtig ist. Nur ein solcher Literaturproduzierender, der seine Texte in diesem Bewusstsein aus der Hand gibt, könnte an einem «herrschaftsfreien Dialog» mit der Kritik interessiert sein, weil er sich im klaren Bewusstsein seiner eigenen Positionen mit den «dummen» Fragen jener auseinandersetzen könnte, die sich nicht, wie er selbst, ein Jahr oder länger mit dem Text befasst haben (was denkt eigentlich ein Schriftsteller, wenn er schreibt? Denkt er etwas oder schreibt er einfach sein Geschichtli auf?), weil es für ihn spannend wäre, Kritik zu diskutieren, weil er sie an seinen eigenen Überlegungen messen könnte (niemand verlangt vom Autor eine Interpretation seiner Texte; die gibt ja auch Umberto Eco in der «Nachschrift zum Namen der Rose» nicht. Trotzdem reflektiert er öffentlich die Arbeit an seinem Roman).

Auslöser für das «Bücherpick»-Gespräch war die Tagi-Kritik von H. R. Fritschi an Walters Buch (die Kritik erschien am Samstag der Solothurner Literaturtage ’84). Auch jetzt, ein halbes Jahr nach diesem Verriss, ist Walter unfähig, sein Buch und sein Ego auseinanderzuhalten: «Wie reagiert man schon auf einen blindwütigen Verriss? Auf eine bodenlose Bemäkelung, die vom ersten bis zum letzten Satz nichts anderes will, als kraftvolle, polemische Tiefschläge auszuteilen – um nicht von Hodentretereien zu sprechen.» Zu fragen wäre, was von einem Exhibitionismus zu halten ist, bei dem einer seine Hoden der Öffentlichkeit zur Begutachtung vorzeigt und dann beleidigt aufheult, wenn einer danach treten will. Zu fragen wäre, was einer denkt, der andeutet, dass seine Hoden von einer Qualität seien, die es auch Wildfremden als ganz und gar unschicklich erscheinen lassen müsse, danach zu treten. Oder anders: Walter wollte mit seinem Buch offenbar (auch) erreichen, dass man ihm öffentlich bestätigt, er habe schöne, grosse Hoden. Da Fritschi dies nicht tat, sagt Walter nun: «Es gibt in der gesamten deutschen Literaturkritik einen gefährlichen Hang zur lächerlichen Schulmeisterei.» Armer Daniel Walter, eigentlich habe ich gar nichts gegen ihn. Ich spottete über ihn stellvertretend, weil selten die Unreflektiertheit (und also Dummheit) eines Literaturproduzenten offener zu Tage tritt. Wenn ich sage, es gebe keine ernstzunehmende Literaturkritik, so meine ich demnach auch – und darauf will ich hinaus –, dass es möglicherweise zu wenig ernstzunehmende Literaturschaffende gibt, mit denen man sich ernsthaft auseinandersetzen könnte.

Um noch einmal auf mich zurückzukommen: Als ich mich mit der Schweizer Literatur auseinanderzusetzen begann, war mir auch klar, dass ich meinem eigenen Anspruch möglicherweise nicht genügen würde. Dieses durchgehende Gefühl meines Ungenügens war natürlich ausschliesslich mein Problem, erklärt aber die ungesunde psychohygienische Situation, in der ich arbeitete. Nun muss ich mich vor allem um mich kümmern, denn ich glaube, Frisch hat recht: Es gibt ein menschengerechtes Mass, das man nicht verändern, sondern nur verlieren kann [Frisch spricht im «Tagebuch 1946-1949» vom «menschlichen Massstab», fl.]. Das muss auch für mich gelten. Vor die Alternative gestellt, mit Baslerchemie im Bauch munter weiterzuwursteln oder zuzugeben, dass ich mich überfordert habe, bin ich zur Zeit für die ehrlichere Variante.

Deshalb sitze ich nach wie vor in Bangerten und glaube, wie gesagt, dass mich die Gesamtheit meiner Lebensumstände soweit überfordert hat, dass ich nicht weitermachen könnte. Ich glaube, dass das sehr viel mit meinen Selbstbetrügereien zu tun hat. Nebellage. Stressstau. Genauer kann ich es zur Zeit nicht sagen.

Gruess + e gueti Zyt

fredi

PS 1   Vor Weihnachten versuche ich, noch eine Woche zu arbeiten. Danach ist meine Zürcher Zeit zu Ende: Ab 1.1.1985 werde ich in der Berner WoZ-Redaktionsstelle mit Urs Frieden zusammen weiter zu machen versuchen. Mein jetziger Zustand ist also nur ein Betriebsunfall: Hätte ich es einen Monat länger ausgehalten, hätte ich mir vielleicht über das Vorliegende (und über vieles andere) nicht klarer werden müssen.

PS 2   Was Markus Werner betrifft: Ich musste diesen unglückseligen «Kultursprung» [siehe «Zündels Zahltag», WoZ 39/1984, fl.] innert kürzester Zeit als Lückenfüller schreiben; dass er Pfusch ist, ist keine Frage. Es ist einfach so, dass ich es skandalös finde, wenn einer, und hätte er mit dem, was er schreibt, nur einen minimalen emanzipatorischen Anspruch, Geld nimmt von einer «Jürgen-Ponto-Stiftung». Solange ich es mir leisten kann, bin ich der Meinung, dass Geld stinkt. Ich bleibe eben ein Kleinbürger.

PS 3   Dein «Brief aus Spanien» ist bereits in der letzten WoZ erschienen (mir hat der Text übrigens gefallen). Auf die Aufmachung hatte ich keinen Einfluss. Ich hoffe, dass sie in Deinem Sinn ist.