Berichte + Kommentare

Erstveröffentlichung [Okt. 1991]

Institutionelle Psychiatrie ist das gesellschaftliches Scharnier zwischen Spital und Gefängnis. Sie doktert dort, wo somatische Diagnosen nur Behauptungen sind und sperrt dort ein, wo nicht kriminalisiert werden kann.

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WoZ Nr. 32 / 1991

Landauf landab finden Sprengstoff- und Brandanschläge auf AsybewerberInnenhäuser statt. Im Gegensatz zu linksextremer Militanz stört dieser rassistische Terror den Courant normal der Polizei nicht.

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WoZ Nr. 15 / 1991

Der Bundesrat spricht bei der Stadt Bern vor: Die offene Drogenszene auf der Bundesterrasse muss aus den Augen des Gesetzgebers verschwinden. Derweil hat Bern eine neue drogenpolitische Perspektive: Es wird Sommer.

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WoZ Nr. 9 / 1991

Der Kurde Yusuf Ongan wird in die Türkei ausgeschafft und in Istanbul tagelang festgehalten. Kein Problem, sagt das Bundesamt für Flüchtlinge. Folter, sagen die WoZ-Korrespondenten. Eine Würdigung der Quellen.

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Erstveröffentlichung [Febr. 1991]

Psychiatrie ist notwendig. Nicht weil es «psychische Krankheiten» gibt, sondern weil jede Gesellschaft darauf angewiesen ist, Zwang ausüben zu können. Psychiatrie ist die Medizinalisierung dieses Zwangs.

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WoZ Nr. 50 / 1990

Der Stadtpolizei gelingt es nicht, Berns offene Drogenszene zu zerschlagen, der Gesundheitsdirektion nicht, sie vor der Verelendung zu schützen. Die drogenpolitische Situation ist perspektivenlos.

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WoZ Nr. 46 / 1990

Berns Stadtregierung zögert, die offene Drogenszene auf der Kleinen Schanze, wo die Zustände «unhaltbar» geworden sind, zu räumen. Für anderthalb Jahre begleite ich nun als Journalist die städtische Drogenpolitik.

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WoZ Nr. 41 / 1990

Sind heutige Pflegefachfrauen keine Krankenschwestern mehr? Zu meinen, es habe sich etwas geändert, bloss weil irgendwelche Ideologen (Frauen sind mitgemeint) einen Begriff ausgewechselt haben, wäre auf jeden Fall naiv.

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WoZ Nr. 25 / 1989

Die Universität Bern hat gesprochen: Die Dissertation des Psychiaters Benedikt Fontana weist zwar «wesentliche Mängel» auf, aber es seien «keine Gründe ersichtlich», auf die Verleihung der Doktorwürde zurückzukommen.

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WoZ Nr. 23 / 1989

Die Universität Bern tut sich seit Monaten schwer mit der Annullierung von Doktor Benedikt Fontanas Dissertation. Neue schwerwiegende Indizien legen nahe, dass die rufmörderische Schrift auch ein plumpes Plagiat ist.

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