Unser Gotthelf! Ja, aber welcher?

Albert Bitzius alias Jeremias Gotthelf (1797-1854), Pfarrer in Lützelflüh von 1831 bis zum Tod, ist als Schriftsteller einer der bedeutendsten Erzähler des Landes. Und er ist als Sozialreformer, Politiker und Theologe einer der markanten Köpfe seiner Zeit.

Seit 2004 arbeitet man im Kanton Bern daran, das Andenken dieses Mannes zu ehren und sein Werk zu sichern. Es ist Zeit nachzufragen, was konkret getan wird. Denn falls der Grosse Rat diese Woche den beantragten Kredit von 3,27 Millionen Franken gutheisst (siehe Kasten), wird er für den noblen Zweck bereits knapp 10 Millionen Franken bewilligt haben.

Knackpunkt 1: Wer will ein Gotthelf-Zentrum?

im November 2005 hat der Grosse Rat entschieden, neben einer Edition in Lützelflüh auch ein Gotthelf-Zentrum zu unterstützen. Abhängig gemacht hat er dessen Realisierung von einem «Detailkonzept», das den «erfolgreichen und selbsttragenden Betrieb» als machbar nachweisen würde. Dieses Detailkonzept liegt nun vor.

Dass seine Abfassung ganze fünf Jahre in Anspruch nahm, hat einen Grund: In Lützelflüh hat niemand ein Gotthelf-Zentrum begehrt. Vielmehr muss Lützelflüh ein solches Zentrum wollen, weil es zum Gotthelf-Handel gehört, den der Grosse Rat 2005 abgeschlossen hat und der etwa so lautet: Wenn die Universität in der Stadt schon viel Geld zum Büchermachen braucht, dann soll das Emmental nicht leer ausgehen. Kantonalpolitisch war das Gotthelf-Zentrum eine bestechende Idee: Es würde die strukturschwache Region des Emmentals aufwerten, vor allem für die Zeit der Bautätigkeit Arbeitsplätze schaffen und tourismusfördernd wirken.

2008 lag dann ein erstes Konzept vor. Am 12. August wurde in der Mehrzweckhalle von Lützelflüh informiert. Der zuständige Regierungsrat Hans-Jürg Käser versuchte bei den rund 120 Anwesenden mit einem Plädoyer für «Augenmass», «Verantwortung» und «Leidenschaft» den Funken zum Springen zu bringen. Danach wurde ein «3-Säulen-Betriebskonzept» vorgestellt: Erstens sollten das Pfarrhaus von Lützelflüh zum Museum und dessen Garten zum Erlebnispark umgebaut werden; zweitens war regelmässiges Freilicht-Theater vorgesehen und drittens Führungen und Lesungen «Auf den Spuren von Gotthelf». Die Einheimischen reagierten misstrauisch: Weder Zweck noch Finanzierung der Sache wollten an jenem Abend einleuchten. Später lehnte auch der «Verein Region Emmental» als Sprachrohr von 42 Gemeinden dieses Konzept ab.

In der Region tat Aufklärung für die gute Sache not. Deshalb liess eine Arbeitsgruppe Gotthelf-Zentrum oberhalb der Kirche von Lützelflüh ein Stahlgerüst errichten und spannte darauf ein 8 mal 30 Meter grosses Gotthelf-Transparent. In der Nacht auf den 20. Februar 2010 ist es von Unbekannten «z’Hudle u z’Fätze» geschnitten worden. Nach Auskunft der Kantonspolizei ist die Tat bis heute nicht geklärt.

«Klar sind die Wortgewaltigen aus Dorfpolitik und Gewerbe für ein Gotthelf-Zentrum», sagt Stephan Bieri, der Pfarrer von Lützelflüh. «Aber viele Leute fragen: Wozu braucht es ein solches Zentrum? Rentiert das überhaupt, oder müssen wir am Ende mitzahlen?» Bieri selber ist von Amtes wegen skeptisch: Kirche, Pfarrhaus, Pfrundscheuer, Spycher und Friedhof bilden eine historische, architektonische und organisatorische Einheit, die durch das Zentrum auseinandergerissen wird. Dazu komme die absehbare Erschwerung seiner Arbeit, sagt er. «Was tue ich zum Beispiel, wenn ich mit einer Trauergemeinde vor die Kirche komme und Touristen und Touristinnen die Situation fotogen finden?» Wird das Zentrum realisiert, so hofft er auf «die Offenheit, Gesprächsbereitschaft und vor allem Achtsamkeit der Zuständigen».

Während Bieri die Stimmung im Dorf unverändert als «mehrheitlich skeptisch bis ablehnend» bezeichnet, heisst es im «Vortrag» der zuständigen Polizei- und Militärdirektion, der Entscheidungsgrundlage des Grossen Rats, «die Akzeptanz bei der Emmentaler Bevölkerung» habe «spürbar erhöht» werden können.

Knackpunkt 2: Nachhaltig oder schäbig?

Mit dem Detailkonzept, das dem Grossen Rat nun vorliegt, hat sich die Gotthelf-Stiftung bemüht, die Vorgaben zu erfüllen. Christoph Pappa, Präsident der Jeremias Gotthelf-Stiftung, sagt, nach der Ablehnung des 3-Säulen-Betriebskonzepts sei man vor der Frage gestanden: abbrechen oder weitermachen?  Man habe dann ein redimensioniertes Konzept erarbeitet, wobei klar gewesen sei, «dass ohne Sponsoring gar nichts möglich sein wird».

Dieses Detailkonzept sieht nun so aus: Im Parterre des Pfarrhauses soll ein Museum mit Dauerausstellung und Sonderausstellungen eingerichtet werden. Dazu kommt eine Dokumentationsstelle mit Primär- und Sekundärliteratur des Schriftstellers, mit Hörspielen und Hörbüchern. Dazu sind Lesungen, Konzerte und Tagungen vorgesehen («Begegnungen mit Gotthelf»). Umbau: 2011, Eröffnung: Frühsommer 2012.

Der dazu gehörige Businessplan sieht für die Geschäftsleitung des Zentrums 40 Stellenprozente vor. Die jährlichen Betriebskosten sind auf knapp 200000 Franken veranschlagt. Für die ersten drei Betriebsjahre liegen verbindliche finanzielle Zusagen von je gut 100000 Franken vor. Beiträge zugesichert haben Gemeinden, Firmen und ein «Götticlub» von Privaten. Auf das Misstrauen der Bevölkerung, zur Kasse gebeten zu werden, wird bis zur inhaltlichen Selbstverleugnung Rücksicht genommen: «Im Extremfall», heisst es im «Vortrag», «könnte die Stelle der Geschäftsleitung sogar ganz gestrichen werden, wobei der Museumsbetrieb weiterhin in minimalem Umfang durch freiwillige Helferinnen und Helfer aufrechterhalten würde.»

Ein realistisches Konzept, zweifellos. Bloss: Wer braucht ein solches Zentrum? Die Bücher Gotthelfs, die in jeder Bibliothek zur Ausleihe bereitstehen, hinter Glas anzuschauen oder einmal Gotthelfs Schreibtisch zu berühren – das sind einmalige Vergnügen. Damit man ein zweites Mal nach Lützelflüh fährt, braucht es inhaltliche Innovation. Also Arbeit. Also Geld. Darum ist das jetzige Konzept vielleicht touristisch nachhaltig, aber kulturpolitisch ist es schäbig. Im «Vortrag» zum Zentrums-Geschäft heisst es denn auch bloss, werde das Geschäft abgelehnt, «würde eine touristische Entwicklungschance für eine ländliche und vergleichsweise strukturschwache Region vertan».

Knackpunkt 3: Wo bleibt die Edition?

Das zweite Gotthelf-Projekt betrifft die historisch-kritische Ausgabe seiner Werke, an der ein Projektteam der Universität Bern unter der Professorin Barbara Mahlmann und dem Privatdozenten Christian von Zimmermann arbeitet.

Das Projekt wurde am 26. Oktober 2004 mit einer Medienkonferenz lanciert. Der damalige Regierungsrat Mario Annoni betonte, wie bedauerlich es sei, dass «gegenwärtig keine vollständige, gut lesbare Gotthelf-Edition, geschweige denn eine eigentliche historisch-kritische Ausgabe» zur Verfügung stehe und dankte der Universität, dass sie diese Lücke nun schliesse. Tatsächlich ist es gerade hundert Jahre her, seit der Schriftsteller Carl Albert Loosli die bisher gültige 42-bändige Gotthelf-Ausgabe im Rentsch-Verlag initiiert hat, die zwischen 1911 und 1977 realisiert worden ist.

Diesmal sind gar «ca. 67 Bände» angekündigt, die innert dreissig Jahren veröffentlicht werden sollen. Der Kanton Bern und der Nationalfonds haben den Projektstart mit je 6 Millionen Franken ermöglicht.

Seither hat das Projektteam zwar mit Ausstellungen und Begleitpublikationen zu Gotthelfs Kalendergeschichten und zum Schulreformer Bitzius erste Forschungsergebnisse vorgelegt. Aber von der Edition ist noch keine Zeile erschienen. Der Grund ist folgender: In Arbeit ist vorderhand nicht der bekannteste Teil von Gotthelfs Werk, sondern der wissenschaftlich spannendste, aber auch arbeitsintensivste: die politischen Schriften, die Predigten und die Kalendergeschichten – Bereiche, in denen die Rentsch-Ausgabe besonders lücken- und fehlerhaft ist.

Zurzeit werden etwa die politischen Aufsätze vollständig ediert und  ihr Kontext rekonstruiert; vom Schulreformer Bitzius werden sämtliche Gutachten, Reden, Pamphlete sowie die amtliche Korrespondenz mit der Erziehungsdirektion zusammengetragen; um Pfarrer Bitzius als Theologen einordnen zu können, werden sämtliche vierhundert erhaltenen Predigten zum Druck vorbereitet – bisher sind nur etwa sechzig gedruckt worden. Und so weiter.

Es geht also nicht um eine neue Volksausgabe, sondern um wissenschaftliche Grundlagenarbeit – um eine historisch-kritische Werkausgabe, die insbesondere auch die bisher unbekannten und nie berücksichtigten Texte beinhalten soll, ediert nach aktuellen wissenschaftlichen Massstäben.

Die ersten fünf bis acht Bände sollen im Frühsommer 2012 im Olms-Verlag in Hildesheim erscheinen. Der Zeitpunkt, so Co-Projektleiter Christian von Zimmermann, sei von der Gotthelf-Stiftung im Hinblick auf die Eröffnung des Zentrums in Lützelflüh so gewünscht worden. Als erste Bände zu erwarten sind politische Zeitungsartikel und Kalendergeschichten samt Kommentarbänden, der erste Band mit Predigten sowie der Roman «Jacobs, des Handwerksgesellen Wanderungen durch die Schweiz» (1846).

Von diesen Plänen erfährt, wer am universitären Elfenbeinturm anklopft. Die breitere Öffentlichkeit jedoch war seit 2004 auf die arg verstaubte Homepage des Projekts angewiesen (www.gotthelf.unibe.ch). Neuerdings ist nun dort ein erster Band als «im Druck» angezeigt. Folgt man allerdings dem entsprechenden Link zum Olms-Verlag, so stellt man fest, dass dort zwar Bücher von Abraham Gotthelf Kästner und von Karl Gotthelf Lessing angezeigt werden, Jeremias Gotthelf aber noch unbekannt ist. Professionellere Public Relations wird nötig sein, um die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass für die Herstellung von «ca. 67 Bänden» schliesslich einiges mehr als 12 Millionen Franken nötig sein werden.

Knackpunkt 4: Der unvollständige Nachlass

Zudem weiss man in Bern seit Looslis Zeiten: Der zugängliche Gotthelf-Nachlass ist unvollständig – und was genau unzugänglich ist, weiss niemand.

Die Sache ist die: 1898 haben die beiden Bitzius-Töchter – Cécile von Rütte-Bitzius und Henriette-Rüetschi-Bitzius – einen Grossteil der Werkmanuskripte und einen Teil der Korrespondenz ihres Vaters der Stadtbibliothek Bern übergeben (seit 1951: Burgerbibliothek Bern). Ein anderer Teil des Nachlasses und die Handbibliothek von Bitzius verblieben bis zum heutigen Tag im Besitz der Nachkommen.

Ihr aktueller Besitzer ist der Arzt Christoph von Rütte. Er sagt, das Archiv beinhalte rund «zwei- bis dreitausend Briefe, vermutlich auch Predigten, Notizen und literarische Fragmente». Auch er kennt den Inhalt des Materials nicht. Immerhin hat er sich vorgenommen, nach seiner Pensionierung die Handschrift seines Vorfahren lesen lernen zu wollen.

Seine Position: Die Universität und damit die Öffentlichkeit hätten sich damit abzufinden, dass das Material unzugänglich bleibe. Denn sowohl seine Vorfahrin Cécile als später auch sein Vater Bernhard hätten ihm klare Weisungen hinterlassen. Auf Bitzius’ Briefen an seine Braut Henriette Zeender sei beispielsweise sei handschriftlich vermerkt: «Darf nie geöffnet werden.» Daran halte er sich. Und diesen Sperrvermerk wendet er auf das gesamte Material in seinem Besitz an.

Für eine historisch-kritische Gotthelf-Ausgabe wären aber eigentlich diese Brautbriefe aus den frühen 1830er Jahren eine unverzichtbare Quelle: Am 10. Januar 1831 war Bitzius mit dabei am Volkstag in Münsingen, an dem gegen das aristokratische Regime der Stadt die liberale Verfassung durchgesetzt wurde. Im gleichen Jahr wurde er von der städtischen Heiliggeistkirche nach Lützelflüh strafversetzt. Dort wurde er bald einmal als Publizist sozialreformerisch tätig. Dass sich in den Brautbriefen all diese Ereignisse spiegeln, ist wahrscheinlich und für das Verständnis des späteren Schriftstellers von grosser Bedeutung.

Zum Frust des Projektteams gehört zum Beispiel auch, dass man an der Universität nicht einmal wissen darf, welche Werke zeitgenössischen Schriftsteller in Bitzius’ Handbibliothek stehen. Professorin Barbara Mahlmann: «Auch unser wissenschaftlicher Beirat sieht keine Möglichkeit mehr, von Herrn von Rütte die Erlaubnis zu bekommen, dass wir Bitzius’ Handbibliothek und Nachlass-Manuskripte im Familienbesitz einsehen dürfen.»

Für die Burgerbibliothek Bern nimmt die Direktorin Claudia Engler wie folgt Stellung: «Die Burgerbibliothek hat und erhebt keinerlei Ansprüche oder Anrechte auf die sich bei Herrn von Rütte befindlichen Archivalien. Sollte er diese aber einer Bibliothek übergeben wollen, ständen wir sehr gerne als Partner zur Verfügung.»

Hans von Rütte schliesslich, mit Christoph von Rütte verwandt und selber Archivar und Lehrbeauftragter für Archivwissenschaft, sagt: «Die historisch-kritische Gesamtausgabe wird eine nicht zu rechtfertigende Lücke hinnehmen müssen. Das haben die beteiligten Fachleute nicht verdient.» Aus der Sicht der Familie bestehe «heute nicht mehr der geringste Grund, die im Besitz von Christoph von Rütte befindlichen Bitzius-Papiere unter Verschluss zu halten». Sie gehörten «zum kulturellen Erbe unserer Gesellschaft» und seien deshalb «vorhaltlos und vollumfänglich der Öffentlichkeit zugänglich zu machen»: «Die Nichtzugänglichkeit ist umso befremdlicher, als niemand den Inhalt kennt und kompetent beurteilen kann.» Vom Konservatorischen her müsse zudem wachsender Schaden am Material befürchtet werden. Aber auch fachgerechte Sicherung, Ordnung, Verzeichnung und Überführung in ein professionell geführtes Archiv sei dringlich: «Alles andere ist stossend und nicht zu verantworten.»

Zudem: Christoph von Rütte ist als Vertreter der «Stiftung Familienarchiv Bitzius-von Rütte» zum Stiftungsrat der Gotthelf-Stiftung ernannt worden. Allerdings: Auch wenn diese Stiftung Familienarchiv Bitzius-von Rütte nun auch im Vortrag zum Gotthelf-Zentrums-Geschäft erwähnt wird: sie existiert nicht. Zwar ist ihre Gründung längst angekündigt, jedoch nie vollzogen worden.

Von Rütte vertritt demnach in der Gotthelf-Stiftung nur seine privaten Interessen. Das heisst: Einerseits ist er als Stiftungsrat dem Zweck der «Erforschung, Förderung und Veröffentlichung» von Gotthelfs Werk verpflichtet, andererseits schmälert er als Privatmann durch die Sperrung eines Nachlassteils den Wert der Edition und manipuliert nach persönlichem Gutdünken das Gotthelf-Bild, das damit tradiert werden wird.

Zweifellos: Für Gotthelf etwas Nachhaltiges tun zu wollen, ist ein guter Vorsatz. Aber nicht alles, was zur Zeit mit Gotthelf getan wird, ist nachhaltig.

 

[Kasten]

Gotthelf im Grossen Rat

Soll der Kanton Bern mit 3,27 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds die Realisierung eines Gotthelf-Zentrums in Lützelflüh ermöglichen? Diese Frage entscheidet der Grosse Rat in der kommenden Woche.

Bereits im November 2005 hat er aus dem Lotteriefonds 6,5 Millionen Franken zur Gründung einer Jeremias Gotthelf-Stiftung gesprochen. Diese Stiftung ist seit dem 16. November 2006 im Handelsregister eingetragen und verfolgt zwei Zwecke: Zum einen dient sie der «Erforschung, Förderung und Veröffentlichung des literarischen und theologischen Werkes von Jeremias Gotthelf», zum andern der «Errichtung eines Gotthelf-Zentrums in Lützelflüh». 6 Millionen Franken des Lotteriefondsgeldes hat die Stiftung an ein Forschungsteam an der Universität Bern weitergeleitet zur Erarbeitung einer neuen historisch-kritischen Ausgabe von Gotthelfs Werken.

Mit den restlichen 500000 Franken wurde die Planung eines Gotthelf-Zentrums in Lützelflüh gefördert. Nun liegt als Entscheidungsgrundlage für den Grossen Rat ein Detailkonzept vor.

Im August 2012 ist in Lützelflüh das Gotthelf Zentrum eröffnet worden. Von der Historisch-kritischen Ausgabe von Gotthelfs Werken erschienen die ersten Bände ebenfalls auf diesen Zeitpunkt, und zwar im Olms-Verlag (Hildesheim/Zürich/New York), der im Moment (Stand Juli 2013) elf produzierte Bände anzeigt. 

Das PDF der Druckversion findet sich hier. 

Da die Berner Tageszeitung «Der Bund» Teil der Zürcher Tamedia AG ist, hat sich auch die Kulturredaktion des «Tages-Anzeigers» dem vorliegenden Text angenommen: Er wurde auf einen Drittel zusammengestrichen, mit dem Hinweis versehen, dass Christoph von Rütte sich weigere, «im TA Stellung zu nehmen» und ohne Rücksprache mit mir als Autor unter meinem Namen und mit dem Titel «Gotthelf-Nachfahre hält Tausende Texte unter Verschluss» am 7. Dezember 2010 veröffentlicht. Nach meinem Protest beim zuständigen Redaktor war klar, dass er nun selber der Meinung war, die Rücksprache mit dem Autor wäre vielleicht nicht übertrieben gewesen. Ein grösseres Problem lag aber aus seiner Sicht schon deshalb nicht vor, weil der Text durch die Honorierung des «Bund» (800 Franken) definitiv in den Besitz des Zürcher Medienkonzerns übergegangen sei und ein Zusatzhonorar für den Zweitabdruck deshalb nicht zur Diskussion stehe.